Ankündigungen_Neuigkeiten

Neuigkeiten aus dem Lehrgebiet

1st archireg symposium

„Sustainable Euregio – Care, Ecology, Recycling “ ist der progammatische Titel des ersten ARCHIREG-Symposiums. ARCHIREG, ein föderatives Netzwerk der Architekturschulen von Aachen, Hasselt, Lüttich, Maastricht sowie der Akademie der Handwerkskammer Aachen, vereint Lehrende und Studierende Rhein-Maas-Region in der Suche nach innovativen und ökologisch verträglichen Baupraktiken. 

Für mehr Infos klicken Sie einfach hier

 

Registrierung unter folgendem Link*:

www.registrierung_symposium.de

* Aufgrund der Einschränkungen, die sich aus der Eindämmung der Covid-19-Pandemie ergeben, ist die Zimmerkapazität begrenzt. Die Teilnahme am Symposium ist vorbehaltlich der Verfügbarkeit auf die Personen beschränkt, die sich anmelden.

Organisiert durch: Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie, Fakultät für Architektur, RWTH Aachen

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„Dear Hunter“ zu Gast im Bachelorprojekt: Das Politische in der Architektur

Am 27.04.2021, ab 14:00 Uhr, treffen die Studierenden der Architekturtheorie-Bachelorarbeit „Das Politische in der Architektur“ auf die „Dear Hunter“, eine Forschungspraxis, die durch qualitative Feldarbeit alternative Karten produziert.

Neben dem Feedback zu den Karten der Studierenden werden die Dear Hunters einige nützliche Tipps zur Praxis des Situated Mapping und der Produktion von kritischen Karten geben.

 

Dear Hunter erstellt alternative Karten und Atlanten durch qualitative Feldarbeit. Dafür leben und arbeiten sie zumeist für relativ lange Zeiträume vor Ort. Einen Einblick in die Projekte von Dear Hunter gibt es auf ihrer Website: https://dearhunter.eu

Vorstellungsvideo des Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie

42. Aachener Montagabendgespräche – „Indische Moderne“

Im Juni 1977 wurden die Aachener Montagabendgespräche durch Prof. Manfred Speidel begründet. Die Liste aller jener, die nach Aachen kamen, um durch ihre Vorträge und in die anschließenden Gespräche das akademische Leben der Architekturfakultät zu bereichern, liest sich wie das „Who is Who“ der Gegenwartsarchitektur.

Im kommenden Wintersemester 2019-20 werden wir wieder eine Reihe von 6 Vorträgen und Gesprächen veranstalten. Nachhaltigkeit, Social Design, Handwerk und Materialität, aber auch die Suche nach urbanen Lösungen sind die Kernthemen vieler Praktiker und Theoretiker aus Indien. Diese gegenwärtigen Tendenzen bilden den Schwerpunkt der kommenden Reihe. Eingeladen sind prominente indische Architekten und Lehrer wie Anupama KundooRevathi Sekhar Kamath, Rahul Srivastava, Ambrish Arora, Samira Rathod, Samuel Barclay.

Lehrangebot im Wintersemester 2021/2022

Wahlmodul: Praktikumsgeflüster

Praktika sind zur Vorbereitung auf die spätere Berufstätigkeit unerlässlich. Auch in den Masterstudiengängen der Fakultät für Architektur eröffnet das obligatorische, sechsmonatige Praktikum wertvolle Einsichten in die Vielfalt möglicher Berufsfelder, auf die das Studium der Architektur bzw. der Stadtplanung vorbereiten. Unter dem Titel „Praktikumsgeflüster“ soll ein bedeutender Wissensschatz gehoben und zugänglich gemacht werden. Angeleitet durch konkrete Fragen sollen Studierende der Masterstudiengänge die Möglichkeit erhalten, ihr berufspraktisches Erfahrungswissen den Studierenden des Bachelorstudiengangs mitzuteilen. Einmal im Monat versammeln sich interessierte Studierende vor einer mobilen Bühne, die das “Praktikanten-Canapé“ einrahmt. Dort sitzt der eingeladene Gast, eine ehemalige Praktikantin oder ein Praktikant, wird von studentischen Interviewpartnern befragt und berichtet von ihren oder seinen Praxiserfahrungen.


KuHG3 Wahlmodul: Die ersten Jahre

In dem Seminar möchten wir über die ersten Berufsjahre von ungewöhnlichen und erfolgreichen Architekten/innen recherchieren. Wir werden anhand von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Buchpublikationen, Vorträgen, Interviews, Tonaufnahmen, filmischen Dokumentationen herausfinden mit welchen Aktivitäten, Projekten, Menschen und Dingen sie sich beschäftigt haben und wie sie sich für Auftrageber bekannt gemacht haben.

Wir werden jeweils zu zweit einen Artikel schreiben (mit ca. 10.000 Zeichen und ergänzendem Bildmaterial) und gemeinsam alle Artikel in Form einer Zeitung zusammenstellen.

Erster Termin: Montag 11.10.21, 16.30-18:00 h, weitere Termine: montags, 16:30-18:00 h, Z2 (1420|303) im Audimax

Dozentin: Medine Altiok


KuHG3 Wahlmodul: The Whole Earth Catalog Reloaded

„Enkyklios paideia“ is a Greek expression that means “Circular Education”. The actual translation of this expression is ‘Encyclopedia’ which stands for the most ambitious attempt to gather human knowledge into a single publication, like a book or a hard drive.

Unfortunately, although being ideally affordable, publishing an encyclopedia (and keep it updated) has often proved being too ambitious and often unable to keep up with the speed of scientific progress. However, encyclopedism, rather understood as a tendency or a will to work in view of a scientific common ground, has produced indirect outcomes. Indeed, starting from the beginning of the 19th century, a multitude of technical publications known as “handbooks” or “manuals” – often written by minor (or completely unknown) authors – became the true driver of encyclopedism.

With this seminar we will focus on the true masterpiece of counter-culture, a publication aimed at self-builders, radical ecologists and back-to-land movements of the 70s, namely: The Whole Earth Catalog (1968). Pretty aware that ‘encyclopedic’ might predict a possible failure, it assumed the name ‘catalog’, but nevertheless it pretended to be as global, namely as ‘whole’ as its encyclopedic ancestors. Similary, as for previous encyclopedias, this publication stands for the convergence point of a swarm of other minor technical publications, all more or less ‘circularly’ tied together. The seminar will then attempt at re-address this swarm in the direction of “Enkyklios paideia”, thus to understand it as an overall project of circular knowledge.

Exercises of disassembling the Whole Earth Catalog into its constitutive parts are planned in the course of the seminar. Finally, we will try to re-assemble an expanded edition of the catalog also in relation to the Sustainable Development Goals.

The seminar will also include contributions from scholars, portraying different perspectives on encyclopedism, handbooks, and tools.

The course will be  delivered in English.  First session: Monday 11.10.21,16.30-18:00 h, room R220 (1080|220) in Reiff museum 2nd floor.

 Lecturer: Andrea Alberto Dutto

Vorlesung GuT 1a Architekturtheorie: Care. Architecture towards Sustainability

The course deals with the theme of “care” in architecture. The theme will be addressed from different perspectives, in order to focus on practices oriented to take care of the natural and built environment. Each session will focus on a particular way of manifesting “care” in architecture, starting from raw materials, through construction procedures, until social involvement and innovative addresses in architectural education. Various links will also be made with other disciplines including anthropology, sociology and ecology with the aim of outlining the different epistemological orientations oriented towards sustainable development. The lectures will be held partly in conjunction with the Montagabendgespräche.

First meeting: Monday, 11 October 2021, 19:30 – 21:00. Further weekly dates on Monday at the same time, online.


Forschungsfeld: Stone Architecture

Das Forschungsfeld ist Teil der DAAD-geförderten Kooperation mit dem IIT Roorkee in Indien. Im ersten Teils des Forschungsfelds entstand eine umfangreiche Gebäudedatenbank zu indischen und europäischen Erd- und Lehmbauten. Dieses Inventar ist ein operativer Wissensspeicher mit Angaben zu Substanzen, Bautechniken und Nutzungsformen und bildet die Grundlage für experimentelle Entwurfs- und Bauprozesse. Im weiteren Verlauf werden wir unsere Erhebungen auf dem Gebiet der Steinverarbeitung fortsetzen und dabei die gesamte Prozesskette von mineralischen Ressourcen bis zum Baudetail betrachten. Die ehemalige Klosteranlage von Hoogcruts wird uns wieder als Experimentierfeld dienen.

Erstes Treffen: Donnerstag, 14.Oktober 2021, 9:30-11.00 Uhr, Raum: Z2 (1420|303) im Audimax.


Master-Projekt M1: Hoogcruts als epistemischer Raum

Seit 2019 kooperiert das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie mit der Stiftung Het Limburgs Landschap, Eigentümerin der ehemaligen Klosteranlage Hoogcruts in der Nähe des niederländischen Gemeinde Gulpen und des Dreiländerecks. Wir unterstützen die Stiftung beim Umbauprozess des ehemaligen Kloster zu einer euregionale Zukunftswerkstatt für Baukultur. Im kommenden Wintersemeter möchten wir die euregionalen Architekturschulen (FH Aachen, Uni Hasselt, Uni Maastricht) sowie die Akademie der Handwerkskammer Aachen mit in unsere bestehende Kooperation aufnehmen. Auftakt dieser erweiterten Kooperation ist das erste ARCHIREG-Symposium mit dem Titel „Sustainable Euregio – Care, Ecology, Recycling“, das am 22. und 23. Oktober 2021 in Hoogcruts stattfinden wird. Das Symposium bildet ebenfalls den Auftakt für das M1-Projekt „Hoogcruts als epistemischer Raum“.
Werkstätten sind epistemische Räume. In ihnen wird die handwerklich-technische Praxis mit Reflexionsprozssen so verbunden, dass sie fortwährend auf neue Ziele ausgerichtet werden kann. Epistemische Räume bilden den Rahmen für Versuchsanordnungen wissenschaftlicher wie auch kreativer Experimente. Risikoreiche Versuche sind aus epistemischen Räume ebensowenig wegzudenken wie die Möglichkeit des Scheiterns. Epistemische Räume sind soziale Räume. Sie begründen Lerngemeinschaften wie auch die Weitergabe von praktischem Wissen.
Ziel des hier vorgeschlagenen Projekts ist die Konzeption eines Werkstattraums in der ehemaligen Klosteranlage Hoogcruts. Das Projekt nutzt die Erkenntnisse, die im Rahmen der vorherigen Projekte zu Lehm- und Bambuskonstruktionen gewonnen wurden. Nach eingehenden Diskussion von Entwurfsvarianten, Tragwerk und Schlüsseldetails sollen die wichtigsten Fügepunkte identifiziert und in Form von experimentellen Modellen und Mock-Ups überprüft werden, bevor der Bauprozess beginnen kann.

Dozent: Prof. Axel Sowa

erstes Treffen: 12. Oktober, 10-14 Uhr, im Lehrgebiet Architekturtheorie, 2. Stock, Templergraben 49.


Wahlfach: Japanese Gardens and Landscapes

This elective course will be dedicated to Japanese gardens, landscapes and architecture. Our journey through the art of garden history will start from particular garden types where the observer perceives the scenery form a boat. These gardens are meticulously described in the Secret Book of Garden, the Sakutei-ki, published in 11th century. Another section of the course will be devoted to dry Zen garden (karesansui) and follow the evolutionary line, spanning from the initial thoughts of monk Musō Soseki (1275-1351) to the most recent Zen gardens.  

First meeting: Thursday, 14. Oktober 2021, 10:30-12:00, room: S01 (1385|201) seminar room in C.A.R.L., further weekly meetings on Thursdays, same time.
Lecturer: Dr. Murielle Hladik.


Stegreif „Bamboo Imaginary“

Bambus ist ein rhizomatisches, sich in unterirdischen Verzweigungen ausbreitendes Gewächs. Gemeinsames Merkmal der zahlreichen Bambusarten, die alle zur Familie der Gräser gehören, ist das schnelles Wachstum der Halme mit rohrartigem Querschnitt. Als Werkstoff eröffnet Bambus einen besonderen Möglichkeitsraum. In gespaltenem Zustand kann das Material zu feinen kunsthandwerklichen Gegenständen verarbeitet werden. Die biegsamen und druckbeständigen Stäbe können ebenso gut zu raumgreifenden Konstruktionen verbunden werden. Der angebotene Stegreif soll dazu einladen, den konstruktiven und gestalterischen Imaginationsraum von Bambus auszuloten. Dabei gilt es, sich vom Material leiten zu lassen, um in eigenen Bauversuchen neue Formen zu entwickeln.
 
Ausgabe des Stegreifs: 21. Oktober 2021, 15 Uhr in Hoogcruts
 Abgabe der Entwürfe: 15. Dezember 2021

43. Aachener Montagabendgespräche – „Architektur und Politik“

Seit mehr als vierzig Jahren bilden die Aachener Montagabendgespräche einen Höhepunkt im universitären Leben der Architekturfakultät der RWTH Aachen und werden von vielen Architekturinteressierten der Region geschätzt. Im Wintersemester 2020/21 beschäftigt sich die Vorlesungsreihe mit der Idee des Politischen in der Architektur als einem Teil der res publica, der öffentlichen Angelegenheiten. Im Zentrum stehen öffentliche Debatten, Konflikte, Aushandlungsprozesse und der Widerstreit der Meinungen, durch den das Politische in der Architektur greifbar wird.

 

Nach solchen Antagonismen halten die diesjährigen Montagabendgespräche in den Bereichen urbane Ethnografie, Stadtplanung, Strukturwandel und Demokratisierung von Gesellschaften Ausschau. Für diese Vorlesungsreihe möchten wir Sie als Gesprächspartner an die RWTH Aachen herzlich einladen.

 

Organisiert durch: Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie, Fakultät für Architektur, RWTH Aachen

Candide No. 11 ab jetzt verfügbar

Candide No. 11 ist ab jetzt verfügbar. Die neue Ausgabe vereint Beiträge der DFG – geförderten Tagung zum Thema „Streitsache“ und macht macht Teile des Architekturwissens sichtbar, die im Zuge von Konflikten erworben werden.

Was Bauten, Stadtquartiere oder ganze Landschaften bedeuten, darstellen oder leisten sollen, ist nicht selten Gegenstand erbitterten Streits. Architektur nimmt Eingriffe in bestehende Milieus und Lebenswelten vor. Dass es dabei zu drastischen, aber auch konstruktiven Verwerfungen und Konfrontationen kommen kann, zeigen die fünf Beiträge dieser Ausgabe. Sie handeln von Zankäpfeln in Form des ökologischen Stadtumbaus, des Ausstellens identitätsstiftender Erinnerungskulturen, des Kampfes gegen die Vernichtung natürlicher Lebenswelten, wie auch des gestalterischen Umgangs mit Alltagsobjekten und digitalen Werkzeugen.
Candide N° 11 kann im Buchhandel oder direkt über www.hatjecantz.de bezogen werden.

44. Aachener Montagabendgespräche – „Caring Architecture“

Die Aachener Montagabendgespräche bilden seit über vierzig Jahren einen Höhepunkt im akademischen Leben der Architekturfakultät der RWTH Aachen und sind ein regionaler Treffpunkt für Architekturinteressierte. In diesem Jahr wird die Gesprächsreihe in Präsenz wie auch online, mit Live-Übertragungen via Zoom und YouTube fortgesetzt. Ausgangspunkt der kommende Reihe sind Gedanken zu einer fürsorglichen und umsichtigen Architektur, d.h. einer Entwurfs- und Baupraxis, die auf den Erhalt und die Pflege von materiellen und immateriellen Ressourcen ausgerichtet ist. 

 

Architekt*innen und Designer*innen werden sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Spektrum der Fürsorge befassen und ihre Beiträge zum fürsorglichen Umgang mit Rohstoffen, Bauverfahren oder sozialen Bindungen zur Diskussion stellen. Die Gesprächsreihe wird vom Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie RWTH Aachen University organisiert und durch die Kommission zur Verbesserung der Lehre unterstützt.

Candide – Journal for Architectural Knowledge No. 12

Die zwölfte Ausgabe von Candide widmet sich dem Thema Visual Urbanism – ein vollkommen neues Forschungsfeld. Fotograf*innen und Wissenschaftler*innen experimentierten mit anthropologischen, kulturwissenschaftlichen, soziologischen und geografischen Methoden, für eine Reflexion über die meist unkritische Nutzung von Bildern des öffentlichen Raums. 

 Candide 12 sucht Möglichkeiten, diese Ergebnisse in Architektur und Stadtplanung zu integriert. Dabei beantworten Autor*innen drängende Fragen, wie nach der Nutzbarmachung fotografischer Bilder für die Architektur und vice versa.

Candide N° 12 kann im Buchhandel oder direkt über www.hatjecantz.de bezogen werden.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier: https://candidejournal.net/current-issue/

Summer School Earth & Clay architecture Hoogcruts, NL

Vom 10. bis 20. August 2020 veranstaltete das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie der RWTH Aachen University unter der Leitung von Prof. Axel Sowa eine Summer School zum nachhaltigen Bauen mit Lehm und Erde im Kloster Hoogcruts unweit der niederländischen Gemeinde Gulpen. 20 Studierende experimentierten mit Stampflehmtechniken und errichteten die tragenden Wände eines künftigen Gartenpavillons. 

Die Veranstaltung war Teil der DAAD-geförderten Hochschulkooperation mit dem IIT Roorkee in Indien. Auch in den kommenden Semestern soll der Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Weiterentwicklung nachhaltiger Bautechniken mit den indischen Partnern fortgesetzt werden. Dem Material- und Energiehaushalt des Bauens wird dabei eine besondere Bedeutung zukommen. Das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie steht in engem Austausch mit der Sitchting het Limburgs Landschap. Die niederländische Stiftung beabsichtigt die Klosteranlage in eine Zukunftswerkstatt zu verwandeln, in der über das Bauen und Leben von morgen nachgedacht wird.

Gastvortrag:
„Aufstieg und Krise der Marke bauhaus, 1919 – 2019“

In seinem Vortrag stellt Philipp Oswalt, ehemaliger Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, seine Gedanken zum Begriff „Bauhaus“ anlässlich des hundertjährigen Bauhaus-Jubiläums vor.

Nicht Funktion und Gebrauch zeichnen das Bauhaus aus, sondern Symbolik. Ob Quadrat,
Dreieck oder Kreis, ob Wagenfeld-Lampe, Schlemmer-Kopf oder weiße Kuben
mit Flachdach: Das Bauhaus hat ikonische Bildzeichen und einen Stil kreiert, der weder
funktional noch sozial ist, aber visuell prägnant.
Bauhaus-Gründer Walter Gropius zielte von Anfang an darauf, aus dem Bauhaus eine
Marke zu entwickeln – mit Erfolg. Sei es in Konsum, Politik oder Kultur: Mehr als
achtzig Jahre nach seiner Schließung ist das Bauhaus präsenter als je zuvor. Es ist inzwischen
zu einer partizipativen Marke geworden, die nicht mehr zentral gesteuert
werden kann, sondern an der unzählige Produzenten und Konsumenten mitgeschrieben
haben. Das einstige Versprechen nach Funktionalität und sozialer Verpflichtung
bleibt dabei allerdings uneingelöst„.

 

Datum und Veranstaltungsort
25. Juni 2019, 18:30 Uhr, RWTH Aachen University, Rogowski-Institut, Hörsaal EPh

 

Biografie
Philipp Oswalt, geb 1964, Architekt und Publizist in Berlin. 1988-1994 Redakteur der Architekturzeitschrift Arch+, 1996/97 Mitarbeiter im Büro OMA/ Rem Koolhaas, 1998 1. Preis im Wettbewerb für das ehemalige Frauen-KZ Ravensbrück (mit Stefan Tischer und Stefanie Oswalt) mit anschließender Teilrealisierung, 2000-2002 Gastprofessur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Initiator und Co-Leiter des Europäischen Forschungsprojektes „Urban Catalyst“ 2001 – 2003. Mitinitiator und Co-Kurator der kulturellen Zwischennutzung des Palastes der Republik ZwischenPalastNutzung/ Volkspalast 2004 Leiter des Projektes Schrumpfende Städte der Kulturstiftung des Bundes 2002-2008. Seit 2006 Professor für Architekturtheorie und Entwurf an der Uni Kassel. 2009 – 2014 Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. Mitinitiator von projekt bauhaus 2015, Mitglied des Projektbeirats für die Gründung des documenta Instituts in Kassel seit 2016. Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur zeitgenössischen Architektur und Stadtentwicklung.