Figuren der Architekturtheorie

Vorlesung SoSe 16
B.Sc., Kulturelle und historische Grundlagen 1
Dozenten: Prof. Axel Sowa

 

Die Vorlesung Architekturtheorie behandelt spezifische Momente im Verlauf der neueren Geschichte. Ausgehend von zwölf Daten entsteht im Wochenturnus der Vorlesung die zunächst lose Struktur einer Chronik. Hierin bezeichnen die gewählten kalendarischen und geografischen Daten Momente im irreversiblen Zeitverlauf sowie spezifische Orte im Raum. Die Daten der Vorlesungstermine sollen zunächst als Koordinaten dienen, mittels derer wir Zugang erhalten zu besonderen Ereignissen und ihren jeweiligen Hintergründen.

 

Architekturtheorie soll im Zusammenhang der Vorlesung in ihrer Doppelnatur erschlossen werden. Wenn Theorien anhand von Daten und Fakten vorgestellt wird, so geschieht das einerseits um der geschichtlichen Bedingtheit von Architekturtheorie gerecht zu werden. Die Funktionen und Ziele von Theorie änderen sich im Bezug zu den verschieblichen Kräfteverhältnissen innerhalb gesellschaftlicher Felder. Als gedankliches und zugleich handlungsbezogenes Konstrukt kann Theorie gar nicht a-historisch, sondern nur im Geschichtsverlauf verstanden werden. Andererseit soll Architekturtheorie auch als Artikulation von Daten und Fakten; von Gegebenem und Gemachtem erkannt werden. Durch das Vermögen der Theorie Handeln begründen, motivieren und vorbereiten zu können, wird der Moment der Theoriebildung zum geschichtlichen Momentum. Aufgabe der Vorlesung wird es daher sein, anhand von zeit-räumlichen Koordinaten zu den Implusen der Theorie vorzustoßen. Theorie soll in ihrem momentanen Potenzial erkannt und in ihrer historischen Wirkmächtigkeit beschrieben werden.

 

Erste Vorlesung: Mittwoch, 13. April 2016, 10:15–11:45 Uhr.
Wöchentliche Termine: mittwochs 10:15–11:45 Uhr
Ort: Hörsaal Eph, Schinkelstraße 2

 

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