Montagabendgespräche Archiv

Seit mehr als vierzig Jahren bilden die Aachener Montagabendgespräche einen Höhepunkt im universitären Leben der Architekturfakultät der RWTH Aachen und werden von vielen Architekturinteressierten der Region geschätzt.
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WiSe 2021/22
Caring architecture 

Die Aachener Montagabendgespräche bilden seit über vierzig Jahren einen Höhepunkt im akademischen Leben der Architekturfakultät der RWTH Aachen und sind ein regionaler Treffpunkt für Architekturinteressierte. In diesem Jahr wird die Gesprächsreihe in Präsenz wie auch online, mit Live-Übertragungen via Zoom und YouTube fortgesetzt. Ausgangspunkt der kommenden Reihe sind Gedanken zu einer fürsorglichen und umsichtigen Architektur, d.h. einer Entwurfs- und Baupraxis, die auf den Erhalt und die Pflege von materiellen und immateriellen Ressourcen ausgerichtet ist. Architekt*innen und Designer*innen werden sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Spektrum der Fürsorge befassen und ihre Beiträge zum fürsorglichen Umgang mit Rohstoffen, Bauverfahren oder sozialen Bindungen zur Diskussion stellen. Die Gesprächsreihe wird vom Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie RWTH Aachen University organisiert durch die Kommission zur Verbesserung der Lehre unterstützt.

YouTube Live-Übertragung finden Sie unter diesem Link:

Wichtige Änderung: Der kommende Vortrag am 29.11.2021 mit Van Bo Le-Mentzel wird ausschließlich über YouTube und nicht live im EPH stattfinden.

15.11.21 – Gernot Minke

Mein Weg vom Leichtbau zum Lehmbau
 
Der Vortrag umfasst den beruflichen Werdegang des Architekten Gernot Minke von seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Frei Otto bis zu seiner jetzigen Tätigkeit im Bereich des Ökologischen Bauens in Südamerika. Ausführlich berichtet wird über Ergebnisse der Forschungsprojekte, die im Bereich des Lehmbaus, des Strohballenbaus und der Dachbegrünung unter seiner Leitung an der Universität Kassel entstanden. Vorgestellt werden erste Bauten mit Membrandächern und pneumatische Konstruktionen gefolgt von Beispielen des kostengünstigen Bauens mit Lehm, Holz und Strohballen aus dem In- und Ausland. Ein Schwerpunkt dabei sind die Gewölbekonstruktionen aus Lehmsteinen.
 
Gernot Minke studierte Architektur und Städtebau in Hannover und Berlin. Er ist emeritierter Professor der Universität Kassel, wo er das „Forschungslabor für Experimentelles Bauen“ gründete. Unter seiner Leitung wurden dort 50 Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu den Themen „Bauen mit Lehm“, „Bauen mit Strohballen“, „Bauen mit Bambus“ und „Dachbegrünung“ durchgeführt. Er war zu 70 internationalen Kongressen als Vortragender eingeladen und ist seit seiner Emeritierung überwiegend als Workshop- und Seminarleiter im Ausland tätig. International bekannt ist er vor allem als Fachbuchautor über die Baustoffe Lehm, Strohballen und Bambus, sowie über Dachbegrünung und Vertikale Gärten. Sein Handbuch Lehmbau ist auf deutsch in der 9. Auflage erschienen und in 12 Sprachen veröffentlicht worden.
 
 

29.11.21 – Van Bo Le-Mentzel – The Tiny Foundation (online)

Circular City – warum Einfamilienhäuser auf das Dach von Fabrikhallen gehören
 
Der Klimawandel zwingt uns zu neuen radikalen Ideen. Zersiedelung, Versiegelung und Verkehr treiben den CO2 Ausstoß weiterhin an. Und der Ruf nach massivem Wohnungsneubau an den Stadträndern ist die einzige Idee, die die Politik parat hält. Dabei könnten ausgerechnet Ideen, die unsere Vorfahren in der Architektur schon seit Jahrtausenden planten, Antworten geben, wie es uns gelingen kann, die Stadt der kurzen Fußwege zu schaffen, die ja vor Erfindung des Autos alternativlos war. Anhand einer Fallstudie der Tiny Foundation im Stadtteil Berlin-Lichtenberg zeigt Le-Mentzel, wie die Alternative zu einer Gewerbesiedlung aussehen könnte. Ein grüner Gürtel und Regengärten sind elementare Bausteine der Stadtnatur. Die Typologie ist nicht auf Kistenarchitektur beschränkt, Fassaden sind wieder divers, es wird wieder mit Holz gebaut, schattige Gassen werden wieder kultiviert, Autos sind nicht verboten, wohl aber der private Parkplatz vor der Haustür. In der Circular City Lichtenberg verschwindet IKEA und Aldi unter der Erde von Kleingärten. Platzfressende Einfamilienhäuser gibt es nicht mehr. Es sei denn, sie sind auf dem Dach einer Fabrik. In der Circular City müssen Wohnungen nicht mehr groß sein, denn das Leben findet draußen statt. 
 
Van Bo ­Le-Mentzel, Jahrgang 1977, ­ist Architekt, ­Autor und Quartiersplaner in Berlin. Er wurde bekannt mit den „Hartz-IV- Möbel“ zum Selbstbauen, zum Beispiel den 24-Euro-Sessel aus einem einzigen Baumarkt-Brett. Zuletzt hat er sehr kleine Tiny Houses entworfen und in einem Sozial­experiment zur Verfügung gestellt. Mit seiner gemeinnützigen Organisation Tiny Foundation hat Le-Mentzel einen Think Tank geschaffen für zeitgemäße Wohnungsgrundrisse und Quartiere, in dem soziale Nachbarschaft ermöglicht wird. www.tinyfoundation.org
 

13.12.21 – Caroline Voet

The culture of creativity and care– Re-reading our heritage from a design perspective
 
Within the Anthropocene, every act of building is transformation: from a circular manipulation of raw materials to intelligent reconversions of the built fabric. Through the emphasis on the technological and material side of sustainability, we are losing the cultural dimension within the design of these processes. In this lecture, Caroline Voet re-introduces architectural culture and its historical layers as a creative generative power in reconversion projects. She re-reads built structures and spaces, materials, details and craftmanship through a design attitude that embraces vulnerability and care. Where space is relational and responsive, the human condition is one of connectedness (Gilligan), opening up to the possibility of connecting ethics to aesthetics. Through a series of projects from VOET architectuur, as well as her research and teaching within the KU Leuven Structural Contingencies platform, Caroline Voet traces possibilities for a new aesthetic of sustainability in architecture.
 
Caroline Voet is founder of the research-oriented practice VOET architectuur in Antwerp, Belgium, focussing on reconversions and the design of public interiors and scenography. She is professor at KU Leuven, Faculty of Architecture, where she realised her PhD on the work of Dom Hans van der Laan. Her research and teaching focus on the design within young heritage and re-use as a design attitude, generating a people centric architecture (www.structuralcontingencies.be and www.arp-kuleuven.be).
 

10.01.22 – Dirk Hebel (online)

Einfach.Anders.Bauen– Die Stadt als Rohstofflager
 
Die Weltbevölkerung wächst seit Jahrzehnten stetig an. Gleichzeitig steigt der wirtschaftliche Wohlstand. Beide Entwicklungen führen zu einem zunehmenden Druck auf unsere natürliche Umwelt, unser Klima und unsere Ressourcen. Der weitaus grösste Teil unserer zum Bau verwendeten Materialien wird zur Zeit aus der Erdkruste entnommen, benutzt und dann entsorgt. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes konsumiert und nicht aus natürlichen oder technischen Kreisläufen ausgeliehen um anschliessend darin wieder aufzugehen. Dieser lineare Ansatz hat tiefgreifende Konsequenzen für unseren Planeten. Wir greifen tief in bestehende Ökosysteme ein, zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Natürliche Ressourcen wie Sand, Kupfer, Zink oder Helium werden bald nicht mehr technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll vertretbar zur Verfügung stehen. Mit dem immer tiefer greifenden Abbau gefährden wir das Wohl künftiger Generationen. 
Die gebaute Umwelt muss daher begriffen werden als temporäre Lagerstätte von Rohstoffen in einem endlosen Kreislaufsystem – ein radikaler Paradigmenwechsel wäre nötig. Wir brauchen dringend neue Prinzipien für den Bau, die Demontage und die ständige Umgestaltung unserer gebauten Umwelt. Gleichzeitig müssen wir die Frage beantworten, wie neue Materialien hergestellt werden können, die dem Anspruch einer Kreislaufwirtschaft entsprechen. Wir müssen vermehrt eine Verlagerung hin zum regenerativen Anbau, zur Zucht und Kultivierung von Ressourcen und Baumaterialien anstreben, anstatt uns weiterhin auf endliche Vorkommen zu verlassen.
 
 
Dirk E. Hebel ist Professor für Nachhaltiges Bauen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dekan der Fakultät Architektur. Er ist Autor zahlreicher Buchpublikationen, zuletzt Urban Mining und Kreisleisfgerechtes Bauen, die Stadt als Rohstofflager (2021), sowie Addis Abeba: Ein Manifest über den Fortschritt Afrikas (2018), Cultivated Building Materials (2017), oder Building from Waste (2014). 
 

24.01.22 – Louisa Hutton

Alle Treffen finden um 19:30 Uhr im EPH, Schinkelstr.2, 3.OG statt und werden über Zoom und YouTube übertragen. Anmeldungen sollten an MAG@theorie.arch.rwth-aachen.de geschickt werden. Für weitere Informationen schreiben Sie bitte an info@theorie.arch.rwth-aachen.de

For over forty years, the Aachen Monday Evening Talks have been a highlight in the academic life of the Faculty of Architecture at RWTH Aachen University and a regional meeting place for people interested in architecture. This year, the series of talks will be continued both in person and online, with live broadcasts via Zoom and YouTube. Starting points of the upcoming series are thoughts on a caring and prudent architecture, i.e. a design and building practices that are oriented towards the preservation and care of material and immaterial resources. Architects and designers will address the spectrum of care from different perspectives and present their contributions to a caring use of raw materials, construction methods or social bonds for discussion. The discussion series is organised by the Chair of Architectural Theory at RWTH Aachen University and supported by the Commission for the Improvement of Teaching.


15.11.21 – Gernot Minke

29.11.21 – Van Bo Le-Mentzel – The Tiny Foundation (online)

13.12.21 – Caroline Voet

10.01.22 – Dirk Hebel (online)

24.01.22 – Louisa Hutton

All meetings will take place at 7:30 pm at EPH, Schinkelstr. 2, 3rd floor and will be broadcast via Zoom and YouTube.

Registrations should be sent to MAG@theorie.arch.rwth-aachen.de.

For more information, please write to info@theorie.arch.rwth-aachen.de

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WiSe 2020/21
Architektur und Politik

 

Im Wintersemester 2020/21 beschäftigt sich die Vorlesungsreihe mit der Idee des Politischen in der Architektur als einem Teil der res publica, der öffentlichen Angelegenheiten. Im Zentrum stehen öffentliche Debatten, Konflikte, Aushandlungsprozesse und der Widerstreit der Meinungen, durch den das Politische in der Architektur greifbar wird. Nach solchen Antagonismen halten die diesjährigen Montagabendgespräche in den Bereichen urbane Ethnografie, Stadtplanung, Strukturwandel und Demokratisierung von Gesellschaften Ausschau. Für diese Vorlesungsreihe möchten wir Sie als Gesprächspartner an die RWTH Aachen herzlich einladen.

09.11.20 – Architektur und politischer Streit

Tatjana Schneider (TU Braunschweig) und Christoph Grafe (Bergische Universität Wuppertal)

Architektur, so ein weit verbreiteter Wunsch, soll die treue Dienerin des Gemeinwohls sein. Wie kann dieser Wunsch heute erfüllt werden? Darüber wird im Zusammenhang ökologischer und ökonomischer Krisen gestritten. Architektur ist Teil dieses politischen Streits, der im Verlauf des ersten Montagabendgesprächs zur Sprache kommen soll.

 

23.11.20 -Capital and Architecture

Douglas Spencer (Iowa State University) und Frédérique Monjanel (Ateliers Jean Nouvel)

Neoliberal ideologies emphasize the increase of economic value through dynamics such as self-organization, opportunism and competition in all areas of society and for each individual. How do they affect urban planning and architecture? Real estate companies are building large scale developments that not only create primarily economic value, but also appear to be designed for neoliberal, i.e. entrepreneurial, flexible and self-optimizing subjectivities.

 

07.12.20 – Mapping the Conflict

Diana Lucas Drogan (Mapping Artist) und Suzanne Hall (London School of Economics)

How do approaches from urban ethnography and critical mapping contribute to our understanding of the political in the built environment? This session will look at spatial configurations of urban migration, racialized citizenship and social inequalities in the built environment.

 

11.01.21 – Architecture and Democracy

Jan-Werner Müller (Princeton University) und Dirk van den Heuvel (TU Delft)

Given the long-standing and often complicated relationship between architecture and democracy, this panel discusses to what extent architecture might implement democratic politics and how, in the light of post-war histories of architecture, planning and the welfare state, ideas of redistribution, social justice and populism have reframed democratic values in the built environment.

 

25.01.21 – Social Housing as Collective Effort

Franziska Bollerey (TU Delft) und Vanessa Grossman (TU Delft)

20th century policies of European welfare states integrated the provision of both decent and affordable housing for the many. Within this encounter, we will revisit social housing models of the recent past and reconsider their relevance with regard to current debates on social justice and appropriate dwellings.

 

01.02.21 – Kohlekommission“, Strukturwandel und öffentliche Protestformen

Agnes Förster (RWTH Aachen), Bastian Neuwirth (Greenpeace) und Kai Niebert (Deutscher Naturschutzring)

Über den Kohleausstieg und die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ wurde in den letzten Jahren hitzig diskutiert. Dabei spielt der Raum – wem er gehört oder wie er genutzt wird – eine zentrale Rolle. Proteste und Demonstrationen verändern den Alltag im öffentlichen Raum. Private Grundstücke, wie der Hambacher Forst, werden besetzt

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Wise 2019/20
Indien

 

Im Wintersemester 2019-20 möchten wir unsere Reihe fortsetzen. Die Vorträge der Referentinnen und Referenten aus Indien werden ein breites Themenspektrum abdecken und Einblicke in die in zeitgenössische Theorie und Praxis indischer Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege vermitteln.

Auftaktveranstaltung mit Smriti Saraswat und Ramasubramaniam Shankar am 7.10.2019

ANUPAMA KUNDOO, Anupama Kundoo Architects 28.10.2019

Anupama Kundoo’s internationally recognised and award-winning architecture practice started in 1990, demonstrates a strong focus on material research and experimentation towards an architecture that has low environmental impact and is appropriate to the socio-economic context. Kundoo has built extensively in India and has had the experience of working, researching and teaching in a variety of cultural contexts across the world: TU Berlin, AA School of Architecture London, Parsons New School of Design New York, University of Queensland Brisbane, IUAV Venice and ETSAB Barcelona. She is currently Professor at UCJC Madrid where she is Chair of ‘Affordable Habitat’. She is also the Strauch Visiting Critic at Cornell University.

Kundoo’s work extend to urban design and planning projects, with her background in rapid urbanisation related development issues, about which she has written extensively. She taught urban management at the TU Berlin and recently proposed her strategies for a future city for Africa, as part of the Milan Triennale 2014. She is the author of ‘Roger Anger: Research on Beauty/Recherche sur la Beauté, Architecture 1958-2008’ published in Berlin by Jovis Verlag in 2009. Her latest publication is a book chapter ‘Rethinking affordability in economic and environmental terms’ in the Routledge book ‘Inclusive Urbanisation: Rethinking Policy, Practice and Research in the Age of Climate Change’, 2015.

Anupama Kundoo was born in Pune, India in 1967. She graduated from Sir JJ College of Architecture, University of Mumbai in 1989, and received her PhD degree from the TU Berlin in 2008. In 2013 Kundoo received an honourable mention in the ArcVision International Prize for Women in Architecture for ‘her dedication when approaching the problem of affordability of construction and sustainability in all aspects’. (Quelle: Website Anupama Kundoo Architect)

DOWNLOAD PROTOCOL LECTURE 28.10.2019

REVATHI KAMATH, Kamath Design Studio 4.11.2019

Born in Bhubaneshwar, Orissa, in 1955. She obtained her Bachelors degree in Architecture in 1977 and a Post Graduate degree in Urban and Regional Planning in 1981, both from the School of Planning and Architecture, Delhi.

In 1981, she opened a firm with Vasant Kamath, „Revathi and Vasant Kamath“, which later came to be known as „Kamath Design Studio – Architecture, Planning and Environment“ (2005). The studio has handled a wide variety of projects, in diverse social, economic and geographical contexts. The Anandgram Project for Rehabilitation of slum dwellers near Shadipur Depot, Delhi was one of the earliest in early 1983. Revathi Kamath is noted for her sensitive efforts for conceiving the „Evolving Home“ concept for redevelopment. She consulted with 350 families to understand individual needs and to give them a first home on the ground.

Three of her projects have been nominated for the Aga Khan Award. They are the Akshay Pratishthan School in Delhi, Community Center at Maheshwar and Nalin Tomar House at Hauz Khas, Delhi.

Revathi has contributed to the exhibition – „Traditional Architecture in India“ for the festival of India in Paris, in 1986. She was also on the contributing design team for the Eternal Gandhi Multimedia Museum. She was co-curator and designer for the exhibition „Craft: A Tool for Social Change“ for VHAI (Voluntary Health Association of India) in 2003. She is currently working on the Museum for Tribal Heritage, Bhopal, the Gnostic Center, Delhi, a research center for growth of consciousness, Jiva Wellness Center and Jiva University for Yogic Sciences (Quelle: Website Kamath Design Studios and Wikipedia)

DOWNLOAD PROTOCOL LECTURE 4.11.2019

RAHUL SRIVASTAVA, URBZ 18.11.2019

Rahul Srivastava is a co-founder of the Studio “urbz” and The Institute of Urbanology. He studied social and urban anthropology in Mumbai, Delhi and Cambridge (UK). His previous publications include an ethnography of urbanized nomads around Mumbai, a novel published by Puffin, (Penguin, India) and ‚The Slum Outside‘, a commentary on Dharavi, co-written with Matias Echanove and published by Strelka Press. He continues to write extensively on urban issues with Matias, with their next major publication signed up with Verso, London. He brings his background in anthropology and visual ethnography to urbanology, the practice that energises much of urbz’s work in Mumbai and elsewhere. (Quelle: Website urbz)

DOWNLOAD PROTOCOL LECTURE 18.11.2019

AMBRISH ARORA, Studio Lotus 9.12.2019

Ambrish Arora is founder of  and Design Principal at Studio Lotus, a New Delhi-based multi-disciplinary design practice. Spanning the domains of Master Planning, Architecture & Interior Design the work of the award-winning practice, is grounded on the principles of Conscious Design – an inclusive approach that focusses on a rigorous process as much as the end result. Presently, Ambrish plays the role of Chief Mentor to the team.

Through his practice, Ambrish has also campaigned for the revival of crafts and the integration of vernacular wisdom and artisanal skillsets in modern building practices, as a means to achieve cultural, social as well as environmental sustainability often through frugal and passive means relevant to the sub continent. Ambrish has been a part of several National advisories and Juries on Design & Architecture and has extensivley lectured internationally and within India and has a keen interest in building design leadership as a catalyst of change.

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SAMIRA RATHOD, SRDA 13.01.2020

Samira graduated from the Sir. J. J. College of Architecture, Mumbai in 1986 and soon after completed her Master in Architecture from the University of Illinois, Urbana – Champaign in 1988. While in the States she worked on several projects under Don Wald and Associates based in California, including personal projects of Clint Eastwood. Upon her return to India, she worked with Ratan Batliboi for several years before starting her own partnership firm RLC in 1995.

In 1996 she stepped into the limelight with her solo furniture exhibit ‚Liasons de Formes‘. Thereafter in 2000, she founded her solo practice Samira Rathod Design Atelier, which has grown over the years. She was involved in furniture design under Transforme Designs until 2003.

Her passion for writing, theorizing and discussing architecture led her to be the editor and creator of SPADE and founder and director of SPADE INDIA RESEARCH CELL which candidly deliberates, investigates and researches the condition and impact of design in India. Samira believes in cultivating talent and a strong sense of design in today’s youth and is a adjunct faculty member at the Kamla Raheja Institue of Architecture in Mumbai and has been invited to be a part of juries and panels all over the country and abroad. (Quelle: Website SRDA)

DOWNLOAD PROTOCOL LECTURE 13.01.2019

SAMUEL BARCLAY, Case Design 20.01.2020

After earning bachelor degrees in architecture and civil engineering from Lehigh University, Sam went on to obtain his M. Arch from the Southern California Institute of Architecture (SCI_Arc) in 2004.

He practiced in Los Angeles with Studio Works Architects before moving to India in 2006 to work with Studio Mumbai and founded Case Design in 2013. In addition to his experience in the design and construction of architectural projects, he has worked on furniture, interiors and exhibitions which led to the establishment of Casegoods in 2015. (Quelle: Website Case Design)

DOWNLOAD PROTOCOL LECTURE 20.01.2020

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Wise 2018/19
Chinesische Moderne

 

History, contemporary conditions and tendencies of various fields in urban planning, architecture and historical heritage preservation in China.

TIANTIAN XU, 15.10.2018

Tiantian Xu is founding principal of DnA_Design and Architecture Beijing Office. She received her master of Architecture in Urban Design from Harvard Graduate School of Design, and her baccalaureate in architecture from Tsinghua University in Beijing. Prior to establishing DnA Beijing, she worked at a number of design firms in the United States and the Netherlands. She has received 2006 WA China Architecture Award and 2008 Young Architects Award from The Architectural League New York. Her focus is the reactivation and development of rural areas in China. Earlier in this year, a selection of her projects were exhibited at the gallery Aedes in Berlin under the title „RURAL MOVES – THE SONGYANG STORY“. As part of the Chinese Pavilion, her projects are presented at the Venice Biennale in 2018.

 

YUNG HO CHANG, 29.10.2018

Yung Ho Chang born in 1956, is the Principal Architect of Atelier FCJZ and the Head of Architecture Department at MIT. Prior to his MIT position, he was the founding Head and still is a Professor of the Peking University Graduate Center of Architecture.
He studied at the Nanjing Institute of Technology (now Southeast University) before moving to the US. He received Master of Architecture degree from the University of California at Berkeley in 1984, became a licensed architect in the U.S. in 1989, has been practicing in China since 1992, and established Atelier Feichang Jianzhu (FCJZ) in 1993.
Often combining his research activities with design commissions, he focuses on the city, materiality, and tradition.

 

XIANGNING LI, 10.12.2018

Engaged in the field of history, theory and criticism of architecture, LI Xiangning is a member of CICA (Comité International des Critiques d’Architecture), and has published widely on contemporary Chinese architecture and urbanism in international architectural magazines including Architectural Review, A+U, Architectural Record, Arquitectura Viva, Space, Domus, and Volume.
Besides being a professor at Tongji University, LI Xiangning was a visiting scholar at MIT and a Visiting Professor at Harvard GSD. He was curator of numerous exhibitions in China and has been working with international museums and institutes, including Milan Triennale and Goethe Institute, curating exhibitions on Chinese architecture. Most recently, he curated the Chinese Pavilion at the Venice Biennale in 2018. He has been a jury member to many international awards and competitions including Spanish International Architectural Award, Holcim Award for Sustainable Construction, and Mies van der Rohe Award the European Union Prize for Contemporary Architecture.

 

IRIS BELLE, 07.01.2019

Currently teaching at the college of Architecture and Urban Planning at Tongji University as Assistant Professor, Iris Belle holds a Ph.D. in Geography from Heidelberg University, a Diploma in Architecture from the Karlsruhe Institute of Technology and a certificate in Chinese language from Beijing Normal University.
In the past, Iris Belle was a Post Doc researcher and module coordinator at the Future Cities Lab of the Singapore ETH Centre and the Institute for Historic Building Research and Conservation at ETH Zurich. She also worked as architectural and urban designer at AREP Beijing and gmp-Architekten Beijing. As a consultant, she has conceptualized conferences and workshops on urban transformation and architecture for the DAAD and the Beijing Institute of Architectural Design.
Her research interests include the effects of urban governance on sustainable development, the long-term transformation of the building stock in relation to cultural capital and natural resources and design and construction quality. Currently, Iris Belle researchers the effects of digitalization on innovation in the construction sector.

 

EDUARD KÖGEL, 14.01.2019

Dr. Eduard Kögel studied Architecture, Urban planning and landscape Planning at the University of Kassel between 1988 and 1995. Between 1999 and 2011 he was member of board from stadtkultur international in Berlin; between 1999 and 2004, he was research assistant for the chair of planning and building in non-European regions at the Technical University of Darmstadt. Beside teaching commission at the TU Darmstadt and TU Berlin, he is a regular contributor for magazines like Bauwelt, archithese, Archis, Garten+Landschaft and Topos and guest editor of special issues for Arch+, Bauwelt and World Architecture. He has numerous publications on architects and architecture in China, and organised various exhibitions on chinese architects with the galery Aedes through the years.

 

ZHANG LI, 21.01.2019

Zhang Li, born in 1970, is Professor of Architecture and Chair of the Architecture Department in the School of Architecture, Tsinghua University, China. He leads the design practice Atelier TeamMinus in Beijing. He is currently a board member of the Architectural Society of China and the Editor-in-Chief of the leading Chinese magazine World Architecture.
Zhang Li’s research focuses on pre-industrial oriental philosophy and its contemporary reinterpretation. Besides his teaching in China, he has been the Professor of Practice (2012) in Syracuse University and the Visiting Critic (2010) in National University of Singapore. He has also taught joint-studio projects in a number of institutions, including: GSD, Harvard; Barcelona School of Architecture, UPC; Berlage Institute; Polytechnic University of Turin.
In recent years, Zhang Li and TeamMinus have completed a variety of buildings and urban renewal projects in China, and have been published internationally and have won multiple awards. Zhang Li has been a keynote speaker or guest panelist at different international events. He moderated the Tsinghua Session in the 2012 Pritzker Beijing Architecture Forum.

 

19:30 Uhr
EPH, Schinkelstr. 2, 3.OG

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Wise 2017/18
Japanische Moderne

 

History, contemporary conditions and tendencies of various fields in urban planning, architecture and historical heritage preservation in Japan.

40 Jahre Montagabendgespräche 2017-18  –  Japanische Moderne

13.11.17      Izumi Kuroishi
11.12.17      Tsuyoshi Tane
08.01.18    Riichi Miyake
15.01.18     Ryusuke Kojio
22.01.18     Momoyo Kaijima
29.01.18     Naoya Hatakeyama

19:30 Uhr
EPH, Schinkelstr. 2, 3.OG

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Wise 2016/17
Architektur und Bücher

 

Im Wintersemester 2016/17 möchten wir die Reihe fortsetzen. Passend zu unserem Motto „Architektur / Bücher“ möchten wir Vortragende ans Reiff einladen, die als Autorinnen und Autoren bemerkenswerter Veröffentlichungen jüngeren Datums in Erscheinung getreten sind. Die Reihe zu den Büchern der Architektur soll nicht nur Einblicke in aktuelle Forschung und berufliche Praxis vermitteln. Ausgehend von den spezifischen Erfahrungen der Autorinnen und Autoren sollen die Montagabendgespräche auch die Diskussion zur Bedeutung des Mediums Buch im digitalen Zeitalter beflügeln.

Architekturbücher

Christoph Grafe

05.11.16

Masaki Fujihata

12.12.16

Adam Caruso & Helen Thomas

09.01.17

Christ & Gantenbein

16.01.17

Bernard Cache

23.01.17

Termine: immer montags Fo4/ 19:00 Uhr

Hörsaal Fo4, Karman-Auditorium

Eilfschornsteinstr. 15

52062 Aachen

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Wise 2015/16
Design by choice

Im Wintersemester 2015/16 möchten wir die Reihe fortsetzen und Vortragende ans Reiff einladen, die sich mit der Geschichte und Gegenwart der Mass-Customization, d.h., der Konzeption und Herstellung von maßgeschneiderten Serienprodukten und Baukomponenten in Theorie und Praxis auseinandersetzen. Die Vortragsreihe soll aufzeigen, dass Mass-Customization nicht erst mit einem durch digitale Werkzeuge möglich werdenden Variantenreichtum beginnt, sondern bereits in der Frühzeit der Industrialisierung anzutreffen ist. Die Veranstaltung lädt Studierende ein, gemeinsam mit den Vortragenden über rapid-prototyping, die Flexibilität von Werkzeugen und die Ursprünge der industriellen Herstellung von Baukomponenten zu diskutieren. Die Vortragsreihe steht diesmal in Verbindung zu einer parallel in der Maastrichter Kulturinstitution Bureau Europa stattfindenden Ausstellung, die vom Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie der RWTH-Aachen in Kooperation mit Jules Schoonman und Adriaan Mellegers konzipiert und kuratiert wird.

The sex appeal of the inorganic and the distraction of architecture: an aesthetic appraisal

Patrick Healy (Delft)

16.11.15 – Karman-Auditorium, Fo4, Aachen, 19.30h

 

VERLEGT (11.01.16 – Karman-Auditorium, Fo4, Aachen, 20.00h)

The digital turn, from mass customization to complexity and computation

Mario Carpo (London)

30.11.15 – Bureau Europa, Maastricht, 19.30h

 

Immanuelkirche Köln – Architektur und Holzingenieurbau im Dialog

Jürgen Bartenschlag (Sauerbruch Hutton, Berlin) und

Anders Übelhack (Züblin Holzingenieurbau / MERK Timber, Aichach)
07.12.15 – Karman-Auditorium, Fo4, Aachen, 19.30h

 

The digital turn, from mass customization to complexity and computation

Mario Carpo (London)

11.01.16 – Karman-Auditorium, Fo4, Aachen, 20.00h

 

Of Otters and Iron: Captain Cook, Alexander Walker and the Peoples of Nootka Sound on the Northwest Pacific Coast 1778-1786

Maxine Berg (Warwick)

17.01.16 – Bureau Europa, Maastricht, 11.00h

 

Rage against the machine: cast iron and its critics

Paul Dobraszczyk (Manchester)

17.01.16 – Bureau Europa, Maastricht, 12.00h

 

FORM FOLLOWS PROCESS

Silke Langenberg (München/Zürich)

Yves Ebnöther (Zürich)

18.01.16 – Karman-Auditorium, Fo4, Aachen, 19.30h

 

 

Hörsaal Fo4, Karman-Auditorium

Eilfschornsteinstr. 15

52062 Aachen

 

Bureau Europa

Timmerfabriek

Boschstraat 9

6211 AS Maastricht

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Wise 2014/15
Animation

 

Unter dem Titel „Animationen“ widmen sich die Montagabendgespräche im Wintersemester 2014/15 der Beziehung zwischen der Architektur und dem bewegten Bild. Wir werden der Frage nachgehen, wie die eigentlich statisch-leblose Architektur mit Bildmedien umgeht, die sie in Bewegung versetzten und zum Leben erwecken.

Gesprächsreihe
3. Nov / 1. Dez / 8. Dez / 12. Jan. Mon 20 Uhr Kármán Auditorium, Fo 4

Im Mittelpunkt stehen dabei jene architektonischen Praktiken, die animierte Bilder zur Ideenfindung, zum Entwerfen oder zur Sichtbarmachung nutzen, manipulieren oder generieren. Im Gegensatz zur Avantgarde der 1920er Jahre, die das Kino als utopisches Modell einer zukünftigen Kunst für sich entdeckte, soll es hier um konkrete Praktiken gehen, in denen Architekten sich mit unterschiedlichen Manifestationen animierter Bilder beschäftigen bzw. Filmmacher sich mit architektonischen Räumen auseinandersetzen. Die eingeladenen Gäste haben gemein, dass ihre Arbeiten sich im Spannungsverhältnis von Bild und Bau bewegen und ihre professionelle wie künstlerische Praxis durch die Beschäftigung mit animierten Bildern erweitert wird.

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Wise 2013/14
Mitmischen

 

Im Wintersemester 2013-14 soll wieder ein Vortrags- und Gesprächszyklus stattfinden. Dieses Mal hat der Titel der Reihe einen eindeutigen Aufforderungscharakter und schließt an sehr aktuelle, zum Teil kontrovers diskutierte Themen an. Unter dem Titel „Mitmischen“ sollen zeitgenössische Architektinnen und Architekten zu Wort kommen, deren Anliegen es ist, neue Formen der Kooperation und Partizipation zu erproben.

Partizipation/Genossenschaften/Soziales Bauen

Auf dem Programm stehen das  französische Kreativkollektiv „Bruit du Frigo“ mit seinen Konzepten für die Umnutzung städtischer Räume, Genossenschaftsprojekte des Büros „pool-Architekten“ aus Zürich, die städtebaulichen Debatten und Konflikte rund um den Gezi-Park in Istanbul, die Interventionen in urbanen Räumen des Londoner Büros „assemble“ sowie eine kritische Bestandsaufnahme von Bürgerbeteiligungen im Zuge des aktuellen Stadtumbaus der Pariser Hallen.

 

02.12.2013    Orhan Esen – Widerstand im Istanbuler Gezi-Park

09.12.2013  Benjamin Frick (Bruit du Frigo) – Kreative Stadt und ‚développement désirable‘

13.01.2014   Mischa Spoerri (pool Architekten) – Bauen für Schweizer Genossenschaften

20.01.2014  Françoise Fromonot – Die Affäre der Pariser Hallen

27.01.2014  Joseph Halligan/Paloma Strelitz (Assemble) – Interventionen im urbanen Raum

 

Die Vorträge finden im Hörssal Fo4 des Kármán-Auditoriums der RWTH Aachen, Eilfschornsteinstraße 15, statt. Der Beginn ist jeweils um 19:30 – wir würden uns freuen, Sie willkommen heißen zu dürfen!

Montagabendgespraeche
Wise 2012/13

Stichwortgeber Hermann Czech

Das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie der RWTH-Aachen lädt ein zu einer Gesprächsreihe, die sich aus thematischen Vorlagen des österreichischen Architekten Hermann Czech entwickeln wird. Hermann Czech wird die Reihe mit einem Vortrag eröffnen. Die weiteren Gäste, Ernst Hubeli, Ullrich Schwarz, Jörg Leeser, Urs Füssler, Wilfried Kuehn und Marcel Meili werden Czech’sche Themen wie Manierismus, Realismus, Partizipation, Komfort und Umbau aufgreifen, um sie in Form von Vorträgen und Gesprächen weiter zu entwickeln.

 

Termine:

3. Dezember 2012 – Vortrag: Hermann Czech
17. Dezember 2012 – Gespräch: Ernst Hubeli / Ullrich Schwarz
14. Januar 2013 – Gespräch: Urs Füssler / Jörg Leeser
21. Januar 2013 – Gespräch: Wilfried Kuehn / Marcel Meili

Alle Veranstaltungen finden im Hörsaal Fo3 des Kármán-Auditoriums der RWTH-Aachen in der Eilfschornsteinstraße 15 statt und beginnen jeweils um 19 Uhr 30.

In Verbindung mit den Montagabendgespächen bietet das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie ein Kompaktseminar in Lüttich an. Hierbei dient das Denken und Werk von Hermann Czech als Anlass und Anstiftung zur erfinderischen Aneignung vorgefundener Strukturen und Situationen.

Gastdozenten: Urs Füssler und Jörg Leeser,
Termin : 20.- 24. Februar 2013, Anmeldung über Campus erforderlich

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Wise 2010/11

Vorsicht: Fallstricke – Architektur und ihre Klischees

Die nächste Reihe ist den Klischees oder Gemeinplätzen der heutigen Architektur gewidmet. Wie „grün“ ist „nachhaltig“? Ist „transparent“ ein durchsichtiges Ideal? Wie „flexibel“ kann „Komfort“ sein? Und ist „less“ immer „more“? In einer 6-teiligen Vortragsreihe werden Begriffe der Architektur diskutiert, die so oft gebraucht werden, dass sie bereits verbraucht sind: ehemals frische Ideen, die zu Plattitüden wurden, und auf die die zeitgenössische Architektur immer noch baut. Diese Gemeinplätze tauchen inflationär in Zeitschriften, Ausstellungen, Diskussionen und Entwurfskonzepten auf und scheinen eine Art magisches Rezept für einen „guten“ Entwurf zu liefern. Solche Klischees erstrecken sich von allgemeinen Dogmen wie „Minimalismus“, „nachhaltige Architektur“ oder „Sicherheit“, über Schlagwörter wie „Kontext“ und „organisch“ bis hin zu Materialien („Glas-Holz-Beton“) und Bautypologien („Atrium“, „Dachgarten“). Hierzu werden Architekten, Philosophen und Soziologen eingeladen, die einzelne Klischees verteidigen oder zerschlagen, analysieren oder ihnen neuen Sinn geben.

 

 

 

15.11.2010_ JEAN LOUIS COHEN,(FR )_Ein Anti-Wörterbuch der modernen Architektur

Sowohl als Kurator als auch in beratender Tätigkeit ist Jean-Louis Cohen eine Schlüsselfigur an Akademien und anderen staatlichen Institutionen. Mit einem „Anti-Wörterbuch der modernen Architektur“ eröffnete Jean Louis Cohen die diessemestrigen Montagabendgespräche. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit der Geschichte und der Theorie der Architektur die voller schwammiger, mehrdeutiger, mitunter sogar gefährlicher Begriffe ist.

Unterstützt von: Reiff +, Moleskine, Hans-Lamers Stiftung, ArchitekTOUR, Reisebüro Hagemann, Lube & Krings, Lindt, Institut Culturel Franco-Allemand, BDA Aachen, IHK Aachen, Die Kochnische, CaféReiff

 

22.11.2010_REINIER DE GRAAF, OMA/AMO, (NL)_“Nachhaltigkeit“

 

29.11.2010_MOMOYO KAIJIMA, Atelier Bow-Wow, (JP)_”Architektur”

 

13.12.2010_ KEN TADASHI OSHIMA, (USA)_”Japan”

 

17.01.2011_ FINN WILLIAMS, Common Office, (GB)_“Regeltreue“

 

 

24.01.2011_ENRIQUE WALKER, (ARG/USA)_Ein Wörterbuch der übergenommenen Ideen

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Wise 2008/09

Homo Faber

Vom Herstellen der Architektur

Seit 1977 organisiert das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie jährlich im Wintersemester eine öffentliche Vortragsreihe zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen aus Architektur, Städtebau und Theorie. Die Montagabendgespräche bieten ein wichtiges Forum, um Konzeptionen, Prozesse und Projekte internationaler Gäste zu diskutieren.

 

Im Wintersemester 2008/09 widmeten sich die Montagabendgespräche dem Thema „Homo Faber. Vom Herstellen der Architektur“? Im Rahmen dieses Schwerpunktes stand die Frage nach der Umsetzung von Architektur: Welche Rollen spielen dabei ArchitektIn und BauherrIn, Industrie und Handwerk, Material und Werkzeug?

Das Spektrum der Gäste wurde bewusst breit gefasst. Es umfasste bauende (Marcos Acayaba, Sao Paulo) und lehrende Architekten (Shin Egashira, AA School, London), Vertreter des Baugewerbes (Marcus Fischer, Finnforest Merk Holzbau, Aichach) sowie Verfasser von theoretischen Auseinandersetzungen mit Produktionsmethoden (James Timberlake, Kieran Timberlake, Philadelphia; Bohdan Paczowski, Luxemburg). Dem modernen Interpreten uralter Lehmbautechniken (Martin Rauch, Lehm Ton Erde, Schlins) stand der Schöpfer digitaler parametrischer Modelle zur Umsetzung komplexer baulicher Geometrien (Arnold Walz, designtoproduction, Stuttgart / Zürich) gegenüber.

 

Die Montagabendgespräche wurden im Wintersemester 2008/09 ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Reiff+, den Studiengebühren der Architekturstudierenden an der RWTH Aachen; des Bund Deutscher Architekten (BDA) Bezirksgruppe Aachen; sowie privater Sponsoren, u.a. Claytec.