20/21 Architektur und Politik

43. Montagabendgespräche – Architektur und Politik
Seit mehr als vierzig Jahren bilden die Aachener Montagabendgespräche einen Höhepunkt im universitären Leben der Architekturfakultät der RWTH Aachen und werden von vielen Architekturinteressierten der Region geschätzt. Im Wintersemester 2020/21 beschäftigt sich die Vorlesungsreihe mit der Idee des Politischen in der Architektur als einem Teil der res publica, der öffentlichen Angelegenheiten. Im Zentrum stehen öffentliche Debatten, Konflikte, Aushandlungsprozesse und der Widerstreit der Meinungen, durch den das Politische in der Architektur greifbar wird. Nach solchen Antagonismen halten die diesjährigen Montagabendgespräche in den Bereichen urbane Ethnografie, Stadtplanung, Strukturwandel und Demokratisierung von Gesellschaften Ausschau. Für diese Vorlesungsreihe möchten wir Sie als Gesprächspartner an die RWTH Aachen herzlich einladen.

 

 

Link zum Livestream auf YouTube unter

https://www.youtube.com/channel/UC5zvZeqrttetQwCpUWSXehw

 

 

Link zum Zoom Meeting, welches um 19:30 Uhr stattfindet

https://rwth.zoom.us/j/95671355600?pwd=RndYRVo0Mm81K2xFeTAyMlBSU0NzUT09

 

 

09.11.20 – Architektur und politischer Streit

Tatjana Schneider (TU Braunschweig) und Christoph Grafe (Bergische Universität Wuppertal)

Architektur, so ein weit verbreiteter Wunsch, soll die treue Dienerin des Gemeinwohls sein. Wie kann dieser Wunsch heute erfüllt werden? Darüber wird im Zusammenhang ökologischer und ökonomischer Krisen gestritten. Architektur ist Teil dieses politischen Streits, der im Verlauf des ersten Montagabendgesprächs zur Sprache kommen soll.

 

23.11.20 -Capital and Architecture

Douglas Spencer (Iowa State University) und Frédérique Monjanel (Ateliers Jean Nouvel)

Neoliberal ideologies emphasize the increase of economic value through dynamics such as self-organization, opportunism and competition in all areas of society and for each individual. How do they affect urban planning and architecture? Real estate companies are building large scale developments that not only create primarily economic value, but also appear to be designed for neoliberal, i.e. entrepreneurial, flexible and self-optimizing subjectivities.

 

07.12.20 – Mapping the Conflict

Diana Lucas Drogan (Mapping Artist) und Suzanne Hall (London School of Economics)

How do approaches from urban ethnography and critical mapping contribute to our understanding of the political in the built environment? This session will look at spatial configurations of urban migration, racialized citizenship and social inequalities in the built environment.

 

11.01.21 – Architecture and Democracy

Jan-Werner Müller (Princeton University) und Dirk van den Heuvel (TU Delft)

Given the long-standing and often complicated relationship between architecture and democracy, this panel discusses to what extent architecture might implement democratic politics and how, in the light of post-war histories of architecture, planning and the welfare state, ideas of redistribution, social justice and populism have reframed democratic values in the built environment.

 

25.01.21 – Social Housing as Collective Effort

Franziska Bollerey (TU Delft) und Vanessa Grossman (TU Delft)

20th century policies of European welfare states integrated the provision of both decent and affordable housing for the many. Within this encounter, we will revisit social housing models of the recent past and reconsider their relevance with regard to current debates on social justice and appropriate dwellings.

 

01.02.21 – Kohlekommission“, Strukturwandel und öffentliche Protestformen

Agnes Förster (RWTH Aachen), Bastian Neuwirth (Greenpeace) und Kai Niebert (Deutscher Naturschutzring)

Über den Kohleausstieg und die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ wurde in den letzten Jahren hitzig diskutiert. Dabei spielt der Raum – wem er gehört oder wie er genutzt wird – eine zentrale Rolle. Proteste und Demonstrationen verändern den Alltag im öffentlichen Raum. Private Grundstücke, wie der Hambacher Forst, werden besetzt