Hochschulkooperation mit dem IIT Roorkee, Indien

Die bereits bestehende Hochschulkooperation des Indian Institute of Technology Roorkee mit der RWTH Aachen University wird in den kommenden drei Jahren intensiviert werden. Das vom DAAD geförderte Kooperationsprojekt ist Teil des Programms „A New Passage to India“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Als Antwort auf den entsprechenden Projektaufruf haben Prof. Smriti Saraswat (Indian Institute of Technology Roorkee) und Prof. Axel Sowa (RWTH Aachen University) einen Projektvorschlag für den Förderzeitraum 2019-2022 erarbeitet. Im Verlauf des beantragten Maßnahmenpakets sollen Voraussetzungen für die Gründung eines indisch-deutschen Zentrums für experimentelle Architektur und materielle Kultur geschaffen werden. Die zukünftige Plattform soll Architekten, Designern, Künstlern, Handwerkern und Industriellen beider Länder zu Zwecken des Technologie- und Kulturaustausches zu Verfügung stehen und vor allem dazu dienen, weitere Partnerinstitutionen zu gewinnen. 

Der Projektvorschlag sieht für den Förderzeitraum 2019-2022 im Wesentlichen drei Schritte vor:
1) Das gemeinsame Erarbeiten einer Datenbank zu architektonischen Materialsprachen in Indien und Deutschland unter Beteiligung von Masterstudierenden des IIT Roorkee sowie der RWTH Aachen University.

2) Die Durchführung von zwei Design-Build-Workshops in Indien und Deutschland zur experimentellen Erprobung von ressourcenschonenden Bauweisen.

3) Die Veröffentlichung der Ergebnisse in Form einer bikulturellen Baufibel, die Anwendungsbeispiele für nachhaltige Baupraxis in allgemein verständlicher Form dokumentiert und einem größeren Publikum von Experten und Laien in Indien und Deutschland zugänglich macht. Die Veröffentlichung soll im Rahmen eines abschließenden Symposiums im September 2022 an der RWTH Aachen vorgestellt werden. Anlässlich der wissenschaftliche Tagung soll das gemeinsam konzipierte Indo-German Centre for Experimental Architecture and Material Culture (EAMC) ins Leben gerufen werden.