Was wird aus der Architektur? Berufspolitik und Berufsethik

Was wird aus der Architektur? Berufspolitik und Berufsethik


Seminar SoSe 09
B.Sc., Dipl. | Wahlmodul
Dozent: Univ.-Prof. Axel Sowa

Kopfstehende Bevölkerungspyramiden, platzende Immobilienmarktblasen und demnächst versiegende Ölquellen sorgen für nicht nur für tagespolitischen Aufruhr. All diese Phänomene beeinflussen auch die berufliche Wirklichkeit der Architekten. Als Treuhänder von öffentlichen oder privaten Bauherren agieren Architekten zwar innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Rahmens. Doch, wie andere Berufsgruppen auch, ist der Berufsstand der Architekten dem Wandel der Gesellschaft ausgesetzt, dessen bauliches Umfeld er mitgestalten sollen. Daher ist es unerlässlich das berufliche Selbstverständnis, und mit ihm die ethischen und gestalterischen Ansprüche auf veränderte Ausgangslagen abzustimmen. Die Studiengänge der Architektur an wissenschaftlichen Hochschulen werden zu einem wesentlichen Teil in Hinblick auf eine berufliche Wirklichkeit konzipiert. Doch welche Wirklichkeit wird dabei vorausgesetzt? Die des entwerfenden, des beratenden, des planenden oder des bauausführenden Architekten? Das erfahren die Studierenden oft erst nach ihrem Studium.
Das Seminar Berufsethik richtet sich an Studierende fortgeschrittener Semester. Innerhalb eines handlungstheoretischen Rahmens sollen die aktuellen Bedingungen, Normen und Werte des Berufsstandes der Architekten untersucht werden. Dazu werden vier gesamtgesellschaftlich relevante Großbereiche herangezogen: Energie/Rohstoffe; Logistik/Versorgung; Politik/Steuerung; Markt/Geld. Im Anschluss an wirklichkeitsnahe Fallstudien sollen die Studierenden Modelle, Szenarien und Strategien für ihr zukünftiges berufliches Handeln entwickeln.
Zeit: Montags, 16-17 Uhr, Beginn: 27.4.2009
Ort: 1080 / 005 (R5), Reiff-Museum

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