Experimente mit Lehm

Experimente mit Lehm
Seminar SoSe 16
B.Sc., M.Sc.
Dozenten: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Speidel, WM Lutz Robbers Ph.D., Charlotte Groeger

 

Präparieren, Bauen, Putzen
Das Experimentiergelände in Seffent, Schurzelterstr. 35, neben dem Stoßwellenlabor der RWTH, ist seit 25 Jahren ein Park, in dem Lehmkuppeln und Fachwerkpavillons von Studie-renden ohne Maschinen mit Hand und Fuß gebaut werden. Der Lehm wird am Ort ausgeho-ben, Holzstämme wurden aus der Aachener Umgebung geholt, lediglich Bretter, Dachlatten und Dachdeckung (Dachpappe), sowie Sand, Nägel und einige Werkzeuge sind gekauft. Mit einfachen und billigen Materialien werden kleine, offene Bauten errichtet, die so entworfen werden, daß sie Teil des großen Gartens sind, der mit Bäumen, Höfen und Ausblicken jedem Ort seinen eigenen Charakter gibt. Es sind Improvisationen, die aus der gemeinsamen Arbeit von jeweils 6 bis 8 Studierenden entstehen.

 

Präparieren
Die einfachen Konstruktionen mit Pfahlgründungen, Ziegel- oder Pappdächern bedürfen jährlicher Ausbesserungen, das Gelände selbst muss gepflegt, Rasen gemäht und abgeräumtes Holz verbrannt werden. Das Präparieren dient zugleich dem Kennenlernen der Bauten und Ressourcen. Konzept und Entwurf werden erarbeitet. Umfang: 1 Tag im April

 

Bauen
Die Aufgabe ist der Umbau von vorhandenen Konstruktionen oder deren Neubau zu neuen Raumgebilden, die zu den Nachbarpavillons wie zu den Außenbereichen Beziehungen aufnehmen. Dazu werden zum Teil vorhandene Lehmwände abgetragen und deren Material zur Wiederverwendung aufbereitet.

Es wird ein Fachwerk konstruiert, ausgestakt, mit Weidenruten ausgeflochten und mit Lehm beworfen. Es entsteht die Rohwand, die mindestens 4 Wochen trocknen muß.
Umfang: 4 Tage im Mai.

 

Putzen
Die Rohwände erhalten mit Lehm-, Kalk- und Mischputzen unterschiedliche Oberflächen, sie können grob oder fein, matt oder glänzend, ein- oder mehrfarbig gestaltet werden. Das Vorbild sind japanische Putze. Sie werden mit japanischen Kellen hergestellt. Wenn es möglich ist wird ein japanischer Meisterhandwerker die Arbeiten anleiten. Umfang: 4 Tage Ende Juli.

 

Für alle drei Aufgabenbereiche besteht Anwesenheitspflicht. Alle Arbeiten werden für jede Gruppe in einem gemeinsamen Protokoll mit Text, Zeichnungen und Fotos festgehalten.

Anwesenheit und Protokoll sind Voraussetzung für die Note.

 

Erster Termin: Freitag, 29. April 2016, um 16 Uhr.

Ort: Lehmbaugelände am Stoßwellenlabor der RWTH, Schurzelterstr.35.

Bus Nr. 24, Haltestelle Viadukt (Frankenne)

 

Einführung, Aufteilung der Projekte und Eintragen in die Gruppen.

Skizzenpapier, Zollstock, Bleistift, Fotoapparat mitbringen. Konzept erarbeiten.

 

Workshop:

  1. Teil, „Rohbau“, 26. bis 29. Mai 2016 , 4 Tage, (+ evtl. 1)
  2. Teil, „Putze”, 25. bis 28. Juli 2016, ebenfalls 4 Tage (+ evtl.1) mit Tatsuya Tokura aus Tokyo.

Jeweils 9 bis 17 Uhr

An allen Terminen ist Anwesenheitspflicht.