Figuren der Architekturtheorie

Vorlesung SoSe 14
B.Sc. | 2. Semester
Dozent: Prof. Axel Sowa

Figuren der Architekturtheorie

Die Vorlesung behandelt spezifische Momente im Verlauf der neueren Geschichte. Ausgehend von zwölf Daten entsteht im Wochenturnus die Struktur einer Chronik. Hierin bezeichnen die gewählten kalendarischen Daten unwiederbringliche Momente im irreversiblen Zeitverlauf. Ähnlich den Datenbildern des japanischen Künstlers On Kawara, in denen die Medien Raum und Zeit in Bezug zu persönlichen Erlebnissen gesetzt werden, sollen die Daten der Vorlesungstermine als Koordinaten dienen, mittels derer wir Zugang erhalten zu ausgewählten Figuren der Architekturtheorie und ihren jeweiligen Hintergründen.

Architekturtheorie soll im Zusammenhang der Vorlesung in ihrer Doppelnatur erschlossen werden. Einerseits soll anhand von Daten und Fakten die geschichtliche Bedingtheit von Architekturtheorie deutlich werden. Die Funktionen und Ziele von Theorie änderen sich im Bezug zu den verschieblichen Kräfteverhältnissen innerhalb gesellschaftlicher Felder. Als gedankliches und zugleich handlungsbezogenes Konstrukt kann Theorie gar nicht a-historisch, sondern nur im Geschichtsverlauf verstanden werden. Andererseits soll Architekturtheorie auch als Artikultation von Daten und Fakten; von Gegebenem und Gemachtem erkannt werden. Durch das Vermögen der Theorie, Handeln begründen, motivieren und vorbereiten zu können, wird der Moment der Theoriebildung zum geschichtlichen Momentum. Aufgabe der Vorlesung wird es daher sein, zu den Impulsen der Theorie vorzustoßen, die in ihrem momentanen Potenzial erkannt und in ihrer historischen Wirkmächtigkeit beschrieben werden.

Bachelorstudiengang Architektur, 2. Semester, Modul Kulturelle und historische Grundlagen 1

Erste Vorlesung: Mittwoch, den 16. April 2014, 10:15-11:45 Uhr.
Wöchentliche Termine: Mittwochs 10:15-11:45 Uhr
Ort: Hörsaal H 218, Intzestraße 5

Vorlesungsunterlagen