Aachen nach 1945

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Vorlesungsreihe Ws 10/11 und SoSe 11
Modul “Kulturelle und Historische Grundlagen 1“ Bachelor 1. und 2. Semester
Dozenten: Prof. Axel Sowa, WM Ariane Wilson

Das Projekt „Aachen nach 1945“ im akademischen Jahr 2010-11 gliederte sich in einen Vorlesungszyklus und eine begleitende Jahresarbeit. Während die architekturtheoretischen Vorlesungen die Fragen der visuellen Identität von Städten, ihrer Planung, Zerstörung und Neuordnung sowie die Entwicklung von Bauformen und Baugedanken in allgemeiner Perspektive behandeln, sollte die Übung den Blick für die konkrete Aachener Lebenswelt in der unmittelbaren Nachkriegszeit schärfen. Städtische Räume und bauliche Anlagen verschiedener Art und Größe dienten als Ausgangspunkte für Fragen an die Geschichte.
Die Lernziele der Übung waren:
-Formulieren präziser Fragestellungen
-Anwenden von Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens auf konkrete Situationen
-Auffinden, Erfassen und Interpretieren von Quellen und bauliche Gegenständen
-Darstellen von Untersuchungsergebnissen in Form einer wissenschaftlichen Arbeit
Die Übung bot den Studenten nicht nur eine erste Auseinandersetzung mit historischen Quellen, sondern
auch die Gelegenheit, sich der gebauten Umwelt ihres Studienortes anzunähern. Ein zentrales Moment war
die direkte Anschauung von Formen der jüngeren Baugeschichte, auch solchen, denen bislang noch kein
denkmalpflegerischer Schutz zuteil wird. In Gruppen befassten sich die Studierenden jeweils mit einer von 16
Themen und Fragen:
Anhand von Archivalien, Plänen, Fotografien und baulichen Objekten der Nachkriegszeit entstanden Dokumentationen zu thematischen Schwerpunkten, die mit theoretischen Texten in Verbindung gesetzt wurden.
Die Arbeiten führten zu einer Ausstellung in der Stadtbibliothek Aachen und zum Buch „Aachen nach 1945. Fakten und Debatten zum Wiederaufbau“ (Verlag Freunde des Reiff, 2013)